Risikoregister · Eintrag
Q1 · VorhersehbarEinsturz des Rana Plaza
Am Abend zuvor liefen die Risse im Fernsehen. Die Schicht verweigern, einen Monatslohn verlieren. Sie gingen hinein.
Dokumentierte, vorhersehbare Risiken, die trotzdem ignoriert wurden. Es fehlt an Aufmerksamkeit, nicht an Information.
Warum dieser Quadrant
Am 23. April 2013 wurden Risse gefunden, das Gebäude wurde geräumt, die Bank und die Läden in den unteren Stockwerken schlossen, und der Mangel wurde im nationalen Fernsehen gezeigt. Jede Partei mit der Befugnis, die Produktion zu stoppen, wusste Bescheid. Der Eigentümer erklärte das Gebäude für sicher, und die Fabrikleitung sagte den Arbeiterinnen und Arbeitern Berichten zufolge, sie würden einen Monatslohn verlieren, wenn sie nicht zurückkehrten. Über Nacht kam nichts Neues hinzu. Am nächsten Morgen starben 1.134 Menschen.
Die Aktenlage
- Das achtstöckige Gebäude stürzte am 24. April 2013 gegen 08:57 Uhr Ortszeit ein; die Suche endete nach 19 Tagen am 13. Mai 2013 mit einer bestätigten Zahl von 1.134 Toten und rund 2.500 geretteten Verletzten.gesichert
- Das Bauwerk war für Läden und Büros genehmigt; vier zusätzliche Stockwerke (5 bis 8) wurden ohne Genehmigung aufgesetzt, und es wurde mit schweren Textilmaschinen und Dieselgeneratoren auf dem Dach belastet, für die es nie ausgelegt war.hoch
- Große Risse wurden am 23. April 2013, dem Tag vor dem Einsturz, entdeckt und im Fernsehen gezeigt; die Bank und die Läden in den unteren Stockwerken schlossen, doch die Textilarbeiterinnen und -arbeiter wurden am nächsten Morgen zurückbeordert, wobei die Leitung von Ether Tex Berichten zufolge damit drohte, jedem, der sich weigerte, einen Monatslohn einzubehalten.hoch
- Im Moment des Einsturzes befanden sich rund 3.122 Beschäftigte in fünf Textilfabriken im Gebäude, und mindestens 29 globale Marken hatten Aufträge bei diesen Fabriken.mittel
- Der im Januar 2014 eingerichtete und von der ILO geleitete Rana Plaza Donors Trust Fund erreichte sein Ziel von 30 Mio. USD am 8. Juni 2015, mehr als zwei Jahre nach dem Einsturz; bis April 2015 hatten über 2.800 Anspruchsteller Zahlungen erhalten, die rund 70 % der Gesamtsumme abdeckten.gesichert
Quellen
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