Risikoregister · Eintrag
Q3 · KonstruiertStromausfall auf der Iberischen Halbinsel
Kaskadierende Generatorabschaltungen legten Spanien und Portugal für Stunden lahm.
Eng gekoppelte Systeme, in denen ein kleiner Fehler kaskadiert und die ganze Maschine zum Stillstand bringt.
Warum dieser Quadrant
Netze laufen innerhalb eines Spannungs- und Frequenzbandes, und außerhalb davon trennen sich Schutzeinrichtungen ab, um sich selbst zu retten. Für einen einzelnen Generator ist das genau das richtige Verhalten. Als ein Ausfall von 582 MW nahe Badajoz die nächste Anlage 360 Millisekunden später dasselbe tun ließ, entzog jede Einheit, die sich selbst schützte, den anderen genau das, was sie brauchten. Spanien und Portugal verloren 31 GW.
Die Aktenlage
- 31 GW Gesamtlast verloren (25,2 GW Spanien, 5,9 GW Portugal)gesichert
- Beginn des Blackouts um 12:33 Uhr MESZ am 28. April 2025gesichert
- Ausfall von 582 MW Erzeugungsleistung in einem Umspannwerk im Raum Badajoz um 12:33:16,460, gefolgt 360 ms später von der Abschaltung einer zweiten PV-Anlagegesichert
- Wiederherstellung: Portugal bis 00:22 Uhr MESZ, Spanien bis etwa 04:00 Uhr MESZ am 29. April (rund 10 Stunden)gesichert
- Mindestens 8 Todesopfer (7 in Spanien, 1 in Portugal)wahrscheinlich
- Rund 35.000 Zug- und Metrofahrgäste mussten in Spanien gerettet werdenwahrscheinlich
- Geschätzte Verluste der Wirtschaft von rund 1,6 Mrd. € (Schätzung der CEOE, keine amtliche Regierungszahl)unsicher
- Abschlussbericht des ENTSO-E Expert Panel veröffentlicht am 20. März 2026, Gremium mit 49 Mitgliederngesichert
- Eigener Störfallbericht von Red Eléctrica eingereicht am 18. Juni 2025gesichert
Quellen
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